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Esra Limbacher: Lehren aus dem Warntag 2020 umsetzen

Verbesserungen der Warninfrastruktur können Leben retten.

Porträt Abgeordneter Esra Limbacher

„Das rechtzeitige Warnen vor Gefahren durch große Schadensereignisse wie zum Beispiel Hochwasser, Unwetter oder Brände kann Leben retten. Denn: wer früh genug gewarnt wird, kann sich und seine Angehörigen in Sicherheit bringen und auch sein Hab und Gut schützen. Deswegen ist es gerade jetzt wichtig auch im Saarland eine gute Warninfrastruktur zu haben!

Nachdem schon der bundesweite Warntag am 10. September 2020 leider deutliche Defizite hat erkennen lassen, müssen wir unsere Warninfrastruktur jetzt endlich verbessern. Warnmeldungen müssen die Menschen zukünftig schneller erreichen. Bei 400 regionalen Modularen Warnsystemen (MoWaS) muss durch Bandbreitenerweiterung oder Priorisierung der Warnmeldungen des Bundes sichergestellt werden, dass das System nicht überlastet wird. Multiplikatoren haben dabei eine wichtige Funktion. Rundfunk- und Fernsehanstalten aber auch Warn-Apps mit insgesamt über 12 Millionen Nutzerinnen und Nutzern haben großes Potenzial, Menschen in den betroffenen Gebieten direkt mit wichtigen Informationen zur Gefahrenlage zu erreichen. Das funktioniert aber nur dann, wenn diese Apps auch wirklich benutzt und bekannt sind.

Beim Warntag 2020 waren zudem viele Sirenen zu leise oder kaum wahrnehmbar, sodass ein Weckeffekt in der Bevölkerung nicht erreicht werden konnte. Schon in den 90er Jahren wurden zudem in vielen saarländischen Kommunen vorhandene Sirenen aufgegeben und nicht mehr unterhalten. Als Warnmittel mit Weckeffekt sind Sirenen jedoch nach wie vor wichtig. Sie dienen als effizientes Warnmittel mit einem hohen Weckeffekt, mit dem ein Großteil der Bevölkerung erreicht werden kann. Die Katastrophenschutzbehörden müssen daher in die Lage versetzt werden, ihre Sirenen jetzt endlich aufzurüsten. Ein funktionierende Sirenennetz im Land sollte hier unser Ziel sein“, sagt Esra Limbacher, Sprecher der SPD-Fraktion für Feuerwehr, Katastrophenschutz, sowie Hilfs- und Rettungsdienste.

Katastrophenfälle verschiedener Art können in jeder Region und unvorhergesehen auftreten, sei es durch Stürme, Stromausfälle, Angriffe und Waffengewalt oder wie aktuell in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen durch Hochwasser. Die SPD-Landtagsfraktion dankt besonders den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Hilfsorganisationen von freiwilligen Feuerwehren bis THW und den hauptamtlichen Kräften, die in den Katastrophengebiete wichtige und lebensrettende Arbeit leisten! 

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