SPD-Fraktion im Saarland

Die SPD-Fraktion im Saarland auf Facebook

Die SPD-Fraktion im Saarland auf Instagram

Die SPD-Fraktion im Saarland auf Twitter

  • Eine mit einer dünnen Schnur zusammengebundene Zeitung auf der „News & Presse“ und das SPDSaar-Fraktions-Logo zu sehen sind.
    Aktueller Newsletter FraktionsExtra
    Aktuelle
    Presse-
    materialien
Zurück zum vorherigen Bild Weiter zum nächsten Bild

Was mich bewegt.

Wer die heutigen und zukünftigen Rentnerinnen und Rentner gegeneinander ausspielt, schwächt das Vertrauen in unseren Zusammenhalt. Und den brauchen wir. Gerade jetzt.

Porträt Ulrich Commerçon

„Ich kann das alles nicht mehr hören“, hörte ich neulich eine Kollegin im Büro sagen. „Warum wird die Rente jetzt plötzlich ein Streit zwischen Jung und Alt?“

Sie hat recht. Diese Debatte läuft schief. Statt darüber zu sprechen, wie wir Gerechtigkeit herstellen, wird wieder so getan, als ob die Älteren den Jüngeren etwas wegnehmen. Als wäre Sicherheit im Alter ein unverschämtes Privileg und nicht ein einzulösendes Versprechen.

Der Generationenvertrag trägt den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft schon seit Jahrzehnten. Wer sein Leben lang gearbeitet, eingezahlt und dieses Land mit aufgebaut hat, hat Anspruch auf eine verlässliche und gute Rente. Das ist kein Luxus, sondern Respekt vor Lebensleistung.

Und jetzt kommen die Spalter und wollen das zerstören, indem sie die Generationen gegeneinander ausspielen wollen. Wir dürfen das nicht hinnehmen.

Betrachten wir die sogenannte „Junge Gruppe“ der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Sie nennt die Rente „unverantwortlich teuer“ und spricht von einer Belastung für die junge Generation. Wer so argumentiert, tut so, als stünden tatsächlich Jung und Alt im Gegensatz. Dabei stehen sie in Wahrheit Seite an Seite.

Bei den Finanzierungsproblemen der Rentenversicherung geht es eben nicht um Ungerechtigkeit zwischen den Generationen, sondern um Verteilungsgerechtigkeit. Es ist kein Konflikt zwischen Alt und Jung, sondern zwischen Arm und Reich. Zwischen denen, die kaum über die Runden kommen, und jenen, deren Einkommen so hoch ist, dass sie sich gar nicht auf die gesetzliche Rente verlassen müssen.

Natürlich brauchen wir eine grundlegende Reform. Und diese Debatte sollten wir lieber früher führen als später. Aber ehrlich. Dazu gehört, dass alle, die vom System profitieren, auch einzahlen. Auch Abgeordnete, Beamte und Selbstständige. Und auch diejenigen, die „ihr Kapital für sich arbeiten lassen“ – wie das so verharmlosend beschrieben wird. Nur so wird das System wirklich gerecht.

Fakt ist übrigens: Die Rentenausgaben sind nicht explodiert. Der Beitragssatz ist seit fast dreißig Jahren stabil. Und der Anteil der Rentenausgaben an der gesamten Wirtschaftsleistung ist heute sogar niedriger als Anfang der 2000er-Jahre. Sicherheit im Alter ist finanzierbar, wenn man es politisch will.

Wir wollen keine Rentenkürzungen, sondern Verlässlichkeit. Denn die eigentliche Gerechtigkeitsfrage ist doch: Wie viel ist uns die Arbeit von Millionen Menschen wert, die ihr Leben lang einzahlen und mit ihrer Leistung das Land tragen?

Wer die heutigen und zukünftigen Rentnerinnen und Rentner gegeneinander ausspielt, schwächt das Vertrauen in unseren Zusammenhalt. Und den brauchen wir. Gerade jetzt.

© SPD-Fraktion im Saarland | Datenschutz | Impressum | Barrierefreiheitserklärung | Kontakt | Newsletter | Cookie-Einstellungen