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Was mich bewegt.

Wir leben in einer Zeit, in der materieller Wohlstand weit verbreitet ist, doch die Unzufriedenheit wächst. Viele sind einsam, vielen fehlen Familie und Freunde.

Fraktionsvorsitzender Ulrich Commerçon

In den letzten Tagen und Wochen habe ich viele Menschen beim Tür-zu-Tür-Wahlkampf aus ihrer Routine geklingelt und dabei Gespräche geführt, die nicht nur um Politik oder Wahlen kreisten, sondern viel mehr um den Lebensalltag der Menschen.

Eine 96-jährige Schafbrückerin erzählte mir beispielsweise, wie schwer ihr Leben früher war. „Nicht immer“, sagte sie, „waren unsere Teller gefüllt oder unser Dach dicht. Das Leben war oft voller Entbehrungen." Trotzdem lächelte sie: „Rückblickend kann ich sagen, dass ich ein vollgepacktes und aufregendes Leben hatte.“

Manchmal, erzählte sie mir, wundere sie sich darüber, dass heutzutage so viele Menschen unzufrieden sind. „Ich kenne niemanden hier“, dabei vollführte ihr Zeigefinger eine Kreisbewegung, „der heute Abend nichts zu essen auf seinem Teller hat.“

„Ja, aber Essen allein macht die Leute nicht zufrieden“, entgegnete ich.

„Das stimmt. Viele meiner Nachbarn essen heute Abend alleine. Es ist oft die Einsamkeit, die die Menschen so unzufrieden macht.“

Ich gab ihr recht. Erst vor ein paar Tagen hatte ich von einer Studie gelesen, die beschrieb, dass sich in Deutschland jeder Zehnte einsam fühlt.

Ich musste plötzlich an das ältere Ehepaar denken, das ich nach der Pfingstflut auf der Rußhütte kennengelernt hatte. „Alles, was kaputt ist, kann man ersetzen“, sagte die etwa 70-jährige Frau vor ihrem überfluteten Haus zu mir. „Glücklicherweise ist niemand von uns zu Schaden gekommen.“ Sie deutete auf die Straße oberhalb: „Da, im gelben Haus, wohnt meine Schwester und dort werden mein Mann und ich die nächsten Wochen unterkommen. Solange, bis unser Haus wieder bewohnbar ist.“

Mich hat die Gelassenheit des Paares beeindruckt. Sie waren sich sicher, zusammen auch diesen Schicksalsschlag zu meistern.

Die Gespräche machen eins deutlich: Wir leben in einer Zeit, in der materieller Wohlstand weit verbreitet ist, doch die Unzufriedenheit wächst. Viele sind einsam, vielen fehlen Familie und Freunde.

Und mir wurde dadurch bewusst, wie wichtig es ist, dass wir miteinander reden. Wir in der SPD-Landtagsfraktion haben deshalb jeden Mittwochmittag zwischen 12:30 Uhr und 13:30 Uhr ein Bürgertelefon initiiert. Denn wir nehmen die Sorgen, Ängste, Hoffnungen und Träume der Menschen ernst. Lasst uns reden, wie wir uns unsere Zukunft vorstellen. Hier ist unsere Nummer: 0155 6000 39701.

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